Hoffnung hinter Gefängnismauern

geschrieben von OM International

Arbër ist 30 Jahre alt und kam vor sieben Jahren im Gefängnis zum Glauben. Nach der Freilassung schloss er sich gleich einer Gemeinde an und drei Jahre später wurde er Gefängnisseelsorger in einem Hochsicherheitsgefängnis.

Zweimal die Woche trifft er sich im Gefängnis mit den Häftlingen, liest mit ihnen in der Bibel und macht Spiele mit ihnen. Einige junge OMer von der Logos Hope konnten kürzlich mit Arbër das Gefängnis besuchen und Fussball mit den Häftlingen spielen. Die Mannschaft spendete dem Gefängnis auch Decken und Kopfkissen, Fußballtrikots und Bälle.

Schiffsmitarbeiter Luke B. aus Südafrika sagt: „Zuerst machte uns das Hochsicherheitsgefängnis nervös, aber die Häftlinge begrüssten uns so herzlich, dass wir rasch einen Bezug zu ihnen bekamen. Die Gastfreundschaft und Grosszügigkeit, mit der sie uns begegneten, waren für unser Team unvergesslich.

Der Gefängnisgeistliche sagte: „Heute war ein besonderer Tag, weil ein Team von der Logos Hope kam. Wir haben uns mit Häftlingen unterhalten, die ich noch gar nicht kannte, weil sie normalerweise nicht kommen. Aber heute hatten wir gemeinsam eine wunderbare Zeit. Wir hatten viele gute Gespräche und viel Spass. Sie strahlten uns an und lachten mit uns und boten uns Getränke und Schokolade an. Sie baten mich, dass ich sie auch zum nächsten Treffen einlade, wenn ich wieder ins Gefängnis komme.

In dieses Gefängnis kommen nur sehr wenige Besucher und es gibt für die Häftlinge keine Aktivitäten. Deshalb hat unser Besuch heute großen Eindruck gemacht. Manchmal fragen mich Häftlinge: „Warum verschwendest du deine Zeit mit uns?“ Anfangs waren sie misstrauisch, aber schliesslich begriffen sie, dass wir nichts von ihnen erwarten, sondern ihnen Hoffnung bringen wollen.“

Auch Baxwell B. aus Sambia unterhielt sich gut mit den Häftlingen.
Er berichtet: „Beim Fussballspielen haben sie uns angefeuert. Dann unterhielt ich mich mit einem Mann und er gab mir zum Abschied ein kleines Geschenk, damit ich ihn nicht vergesse. Sie haben uns ihre Gastfreundschaft angeboten und keine Gegenleistung von uns erwartet.“