Jesus hat uns nicht vergessen

written by OM Schweiz

Von OM Schweiz und einem Mitarbeiter in Nordafrika

«Dank Eurer grosszügigen Unterstützung konnten wir pünktlich zu Weihnachten Lebensmittel sowie neue Matratzen und Decken an sudanesische Flüchtlingsfamilien hier in Nordafrika verteilen. Gelobt sei Gott! Möge er Euch dafür reich segnen!» Diese Rückmeldung erhielten wir kürzlich von einem Mitarbeiter in Nordafrika.

Eure Spenden in unseren Fonds «Menschen in Not» machten es möglich, dass wir auch im vergangenen Jahr sofort auf mancherlei Notrufe aus der OM-Welt, zum Beispiel aus Nordafrika, reagieren konnten. Lest im nachfolgenden Bericht, wie unser Team dort sudanesischen Flüchtlingsfamilien Bildung, Hilfe und Hoffnung weitergeben konnte.

Mit der Bibel lesen und schreiben lernen

150 sudanesische Flüchtlingskinder besuchen zurzeit die Schule in unserer Gegend in Nordafrika. Sie sind so lernbegierig! Nach dem Unterricht der Kinder treffen sich ihre Mütter hier, um lesen und schreiben zu lernen, wobei sie die Bibel als Lehrbuch benutzen. Einige haben bereits Jesus als ihren Retter angenommen.

An einem Tag, bevor sich die Mütter in ihrer Gruppe versammelten, bereiteten wir für jede von ihnen eine Tasche mit Reis, Milch, Zucker, Öl, einem grossen Karton Eier und anderen Lebensmitteln vor.

Jesus kam in eine Familie, wie deine

«Wir feiern Weihnachten, weil Jesus sich entschieden hat, einer von uns zu werden», erzählte eine unserer freiwilligen Mitarbeiterinnen am Frauentreffen. «Er hätte auf jede beliebige Weise auf die Erde kommen können, aber er entschied sich, als Baby in einer einfachen Familie – vielleicht eine Familie wie deine – auf die Welt zu kommen.»

Von einer Not in die andere

Alle Frauen im Raum waren vor Jahren aus ihrem Heimatland geflohen. Jetzt wollen sie alle in andere Länder weiterreisen, um dort in Sicherheit zu leben und ihren Kindern eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Langwieriger Papierkram hält sie jedoch auf. Aus grosser Not hatten sie ihre Heimat verlassen, doch nun werden sie auch hier diskriminiert und in vielerlei Hinsicht schlecht behandelt. Deshalb spielt die Schule für die Familien eine so wichtige Rolle. Sie ermöglicht ihren Kindern eine Ausbildung, ohne dass sie schikaniert oder misshandelt werden.

Inneren Frieden finden

Unsere freiwillige Mitarbeiterin sagte weiter zu den Frauen: «In der Bibel lesen wir, dass Jesus viele Namen hatte. Einer meiner Favoriten ist ‹Friedefürst›. Jesus erlebte in seinem Umfeld nicht immer Frieden – schon kurz nach seiner Geburt war sein Leben derart bedroht, dass seine Eltern mit ihm ins Ausland flüchten mussten. Doch die Bibel erzählt uns, dass er einen inneren Frieden besass, der ihn sogar mitten im Sturm schlafen liess. Jesus ist gekommen, damit auch wir diesen inneren Frieden erfahren können.»

Alle Frauen hörten aufmerksam zu. Als sie begannen, Gott gemeinsam anzubeten, hallten ihre Stimmen draussen im Korridor wider: «Herr, du bist gekommen, um uns zu retten. Halleluja!»

Ein Geschenk von oben

Am Schluss des Treffens erhielt jede Frau eine Tasche mit Lebensmitteln, die sie mit nach Hause nehmen konnte. Je nach Grösse der Familie reicht das Essen bis zu einem Monat oder länger. Das Essen kommt als dringend benötigtes Geschenk von oben, denn viele dieser Flüchtlingsfamilien leben Tag für Tag von der Hand in den Mund und kämpfen dauernd darum, über die Runden zu kommen. Bedürftigen hatten wir bereits eine neue Matratze und eine Decke gebracht.

Nach dem Müttertreffen in der Flüchtlingsschule machte eine Gruppe von freiwilligen Helfern noch mehrere Hausbesuche, um Lebensmittel, Decken und Matratzen an diejenigen zu verteilen, die nicht zur Schule kommen konnten. Amira, eine 65-jährige Witwe, strahlte, als sie ein Lebensmittelpaket erhielt. Sie sagte zu den Volontären: «Ich habe zu Jesus gebetet, dass er jemanden schickt, der uns diesen Monat mit Essen versorgt. Jetzt weiss ich, dass er mich nicht vergessen hat!»

Wiederum stand Jesus zu seinem Wort: «Wer an ihn glaubt, wird niemals zuschanden werden.» (Römer 10, 11).

Das habt ihr mir getan

Danke, dass Ihr mit uns zusammenarbeitet und uns ermöglicht, für unsere Brüder und Schwestern zu sorgen. «Was ihr für einen meiner geringsten Brüder oder für eine meiner geringsten Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan.» (Matthäus 25, 40)