Der Start einer dynamischen Gemeinde

Sibirien ist eine grosse Region, in der viele verschiedene ethnische Gruppen leben. Die Mehrzahl der Volksgruppen übt ethnische und natürliche religiösen Praktiken aus. Viele dieser Volksgruppen leben im Süden Sibiriens, wo der Schamanismus weit verbreitet ist. Die Menschen dort gehen zu Schamanen, um ihre Probleme zu lösen.

In den meisten Dörfern gibt es keine Christen oder christliche Gemeinden und nur wenige haben die Gute Nachricht gehört. Vor vielen Jahren begann          eine der Gemeinden in Nowosibirsk, in dieser Region zu arbeiten. Gläubige organisierten mehrere Einsätze in eines der Dörfer, um das Evangelium zu verkündigen und mit Kindern zu arbeiten. Die Gemeinde merkte, dass mehrere zeitlich begrenzte Einsätze nicht genug sind, und beteten darüber, Langzeitmissionare mit der Vision, eine neue Gemeinde zu gründen, dorthin zu senden. Gott beantwortete ihre Gebete und eine Familie der Gemeinde traf die Entscheidung, dorthin zu ziehen, um weiter das Evangelium in dieser Region zu verkündigen.

Ein anderes Ehepaar, Dmitry und Natalya, nahmen auch an den Einsätzen der Gemeinde teil. Nach einer Zeit des Gebets und der Reflexion entschieden sie sich, dem Ruf Gottes zu folgen, um Licht für die Menschen im Dorf zu sein. Aber sie konnten sich schwer vorstellen, wie sie dort dienen könnten oder was sie dort tun sollten. „Wir hatten keine Erfahrung in Missionsarbeit und war noch ziemlich jung“, berichtet Dmitry. Um sich auf den Dienst unter den am wenigsten Erreichten vorzubereiten, entschlossen sie sich am MDT-Jüngerschaftstraining von OM Russland teilzunehmen. Während des ersten Kurses, hatten sie verschiedene Einsätze mit anderen Studenten in den Dörfern, in denen sie auch später dienen wollten. Diese Einsätze halfen ihnen, die Menschen vor Ort und deren Nöte kennenzulernen, und die Überzeugung wuchs in ihnen, dort zu dienen. Nach dem ersten Jahr des Studiums zogen sie in ein Dorf dieser Region, als Studenten im zweiten Jahr und ausgesandt als Missionare ihrer Heimatgemeinde. „Wir freuen uns, dass wir dem Herrn hier dienen dürfen! Es ist so ein Vorrecht für uns, dieser Volksgruppe von Jesus zu erzählen, die noch nie von Christus gehört haben“, meint Natalya.

Permanent in dem Dorf zu leben, unterscheidet sich sehr von den Besuchen bei den Kurzeinsätzen. „Als wir hierherkamen, um die Kinderklubs zu organisieren, waren die Menschen offen und freundlich und bereit, die Gute Nachricht zu hören. Doch als wir dauerhaft dorthin zogen, hatten wir das Gefühl, dass die Einheimischen unfreundlicher wurden. Wir luden sie zu uns nach Hause ein, aber sie lehnten es ab. Es war schwer für uns, wir hatten einen Mangel an Kommunikation und menschlicher Interaktion. Aber Gott sei Dank gibt es die christliche Familie aus unserer Gemeinde, mit der wir sprechen können und Gemeinschaft haben können“, erzählt Natalya.

Natalya und Dmitry verstanden, dass es sehr wichtig ist, Freunde unter den Einheimischen zu haben. Sie begannen dafür zu beten. Gott gab ihnen die Möglichkeiten, Beziehungen aufzubauen und das Evangelium weiterzugeben. Mehrere der Dorfbewohner nahmen Christus als ihren persönlichen Retter an und einige davon bereiten sich gerade auf ihre Taufe vor. Heute treffen sich die Missionare und die Einheimischen, um gemeinsam die Bibel zu lesen und Gottesdienst zu feiern.

Eine von Natalyas Aufgaben ist es, mit Kindern zu arbeiten. Jeden Samstag kommen Kinder aller Altersklassen in ihr Haus, hören biblische Geschichten, basteln und spielen. Natalya und Dmitry nutzen jede Möglichkeit, um von der Hoffnung zu erzählen, die Gott gibt: bei der Arbeit, indem sie den Nöten der Menschen begegnen und indem sie helfen.

betenBeten Sie für Dmitry und Natalya und ihren Dienst. Es gibt immer noch Einheimische, die ihnen gegenüber feindselig sind. Beten Sie, dass Gott ihre Herzen erweicht und dass noch mehr Menschen dieser am wenigsten erreichten Volksgruppe wahre Rettung finden.

Einsätze in Russland