Alles für Christus verlieren

Entlang der Eisenbahnstrecke, auf der Waren von der Küste Tansanias in den Norden des Landes transportiert werden, liegt ein kleines Dorf. In diesem überwiegend muslimischen Gebiet sind viele Menschen Bauern, die das meiste von dem, was sie brauchen, selbst anbauen und den kleinen Überschuss verkaufen.

Aus diesem Dorf kommt Yaro* her.

Yaro ist verheiratet, hat zwei kleine Kinder und war ein islamischer Lehrer. Mit dem Koran ist er sehr vertraut. Mit der Zeit fühlte er sich über Mohammed von Jesus angezogen und fragte sich: „Warum lehren wir in der Moschee nicht über Jesus, wenn der Koran ihn doch so oft und mit so viel Tugend erwähnt?“ Als er damit zu seinen Vorgesetzten ging, sagten sie ihm, dass er solche Fragen nicht stellen solle.

Einer der Lehrer antwortete ihm jedoch: „Das ist ein Geheimnis. Wenn wir anfangen würden, in unseren Moscheen über Jesus zu lehren, dann könnten wir genauso gut Kirchen eröffnen.“ Dieser Kommentar blieb bei Yaro hängen und als er das Evangelium hörte, gab er sein Leben Jesus.

Als die anderen islamischen Führer und Lehrer hörten, dass Yaro zum Glauben an Jesus kam, konfrontierten sie ihn damit, schlugen und verhörten ihn. Trotz der Schmerzen stand Yaro zu seiner Entscheidung, Jesus zu folgen, und wollte seinen neuen Glauben nicht verleugnen.

Da Yaro ein islamischer Lehrer war, hatte er seinen gesamten Besitz von der Moschee gestellt bekommen. Mit der Entscheidung, Jesus nachzufolgen, verlor Yaro sein geregeltes Einkommen sowie sein Zuhause mit allem, was darin war.

Während dieser schwierigen Zeit entschied Yaros Frau Saida*, dass, wenn ihr Mann ein Nachfolger Jesus sei, sie auch einer sein müsse, und gab ihr Leben Jesus! Zusammen mit ihren beiden Kindern waren sie nun gestrandet, ohne Haus und Essen, nur mit der Kleidung am Leib. Familie und Freunde wiesen sie ab und sagten, dass sie, solange Yaro und Saida Christen seien, ihnen nicht helfen könnten.

Das OM-Team in Tansania, das die Gegend regelmäßig besucht, hörte von Yaro und seiner Familie. Sei nahmen mit ihnen Kontakt auf und suchten ein Haus in einem anderen Dorf, in dem die Familie wohnen kann. Außerdem halfen sie ihnen, in ihrem christlichen Glauben zu wachsen.

„Für mich war es am erstaunlichsten, zu sehen, wie sehr Yaro sich in Jesus verliebt hat", berichtet OM-Mitarbeiter Ofhentse. „Dieser Mann verschlingt das Wort Gottes förmlich."

Yaro hat leidenschaftlich damit begonnen, den Menschen in seinem Umfeld von seinem neuen Glauben zu erzählen. Er sagt, er kennt die Lügen, von denen die Menschen im Islam geblendet werden, weil auch er viele Jahre lang an sie gebunden war.

Nachdem sie gesehen haben, wie einer von ihnen den Islam verlassen hat, haben ein paar Personen aus Yaros altem Dorf begonnen, den Islam infrage zu stellen. Diejenigen, die seine Geschichte hören, sind erstaunt, dass er so viel über den Koran weiß und trotzdem glaubt, dass die Bibel die reine Wahrheit ist.

*Name geändert

Einsätze in Tanzania